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  • Ernährungsvortrag durch Frau Lynn Müller
  • Entspannungstraining in der RDS-SHG MH/OB
  • Vortrag Fr. Weinfurter, Fa. Ardeypharm über Mutaflor
  • RDS-Vortrag von Herrn Dr. med. Sebastian Haag



Am 04.12.06 war Frau Lynn Müller bei uns zu Gast, um uns genauer zu erläutern, welche Nahrungsmittel/Nahrungsmittelzusatzstoffe zu Beschwerden bei RDS führen können. 

Zitat: „Es gibt keine spezifische Diät beim Reizdarmsyndrom. Die individuellen Symptome eines jeden Reizdarmerkrankten bestimmen, welche Ernährungsveränderungen sinnvoll sind. Für das Reizdarmsyndrom spielt die Menge und die Form der mit der Nahrung zugeführten Nährstoffe eine große Rolle, denn sie bestimmen die Verweildauer im Magen und die Geschwindigkeit der Magen- und Darmpassage.“ 

Um die Beschwerdesymptomatik besser zu verstehen, erklärte sie uns, was z. B. genau Kohlenhydrate, Fett, Fruktose, Laktose, Eiweiße und Ballaststoffe im Körper bewirken können. Auch die Kombination aus Vorgenanntem war von entscheidender Wichtigkeit. Da nicht jeder RDS-Betroffene gleich die gleichen Beschwerden zeigt, gehe ich hier nicht näher auf die Auswirkungen ein. 

Bei dem Reizdarmsyndrom können Genussmittel wie Koffein, Nikotin und Alkohol gewisse Mechanismen im Gastrointestinaltrakt auslösen und somit die Symptomatik verstärken. 

Koffein: - regt die Darmperistaltik (-bewegung) an

           - reizt die Darmschleimhäute

Alkohol: - hochprozentige Spirituosen reizen die Magen- u. Darmschleimhäute

           - regt die Darmperistaltik an 

Frau Müller beantwortete geduldig alle anfallenden Fragen der anwesenden Betroffenen, so dass der Vortragsabend erst weit über die verabredete Zeit hinaus endete.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Frau Müller für den kompetenten und gut verständlichen Vortrag und dass sie extra aus Köln anreiste, um uns den Zusammenhang zwischen RDS und Ernährung näher zu bringen. Gerne würden wir sie jeder Zeit wieder in unserer Gruppe begrüßen. 

Mülheim, 04.12.06

gez. Silke Castor



Am 12.06.06 hatten wir eine Entspannungstrainerin                               

(www.die-kleine-bewegungsschule.de)

zu uns eingeladen, damit wir Entspannungen im Allgemeinen und speziell für den Magen-Darm kennen lernen.

Nach unserem offiziellen Teil der Selbsthilfearbeit begann Frau Giesen mit einer theoretischen Zusammenfassung der Verbindung zwischen Kopf- und Bauchhirn und wie sich mögliche Fehlleitungen auf den Magen-Darm-Trakt auswirken. Sie stellte uns Kopien zur Verfügung, die die verschiedenen Druckpunkte auf dem Körper in Verbindung mit den inneren Organen darstellen und erklärte uns, welche Auswirkungen das auf die Meridiane (die Meridiane sind nach Auffassung der traditionellen chinesischen Medizin die Leitbahnen, durch die die Lebensenergie Ki hindurchfließt.) hat. 

Wir begannen dann mit dem "Duft-Qi Gong", einer Entspannungsübung im Stehen und mit leichten, langsamen Bewegungen. Selbst die Skeptiker unter uns machten mit Elan mit! ;-) Mich selbst überkam schon während dieser Übung eine angenehme innere Ruhe und ich spürte ein leichtes, angenehmes Kribbeln auf der Haut. Wir führten noch Entspannungsübungen im Sitzen durch und auch eine leichte Bauchmassage, zu der uns Frau Giesen Kopien zur Verfügung stellte, damit wir diese Übung zu Hause noch durchführen können. Zum Schluss der Veranstaltung stellte Frau Giesen sich noch evtl. aufgekommenen Fragen und verteilte Flyer ihrer Bewegungsschule. Besonders positiv war, dass eine neue Betroffene, die mit schlimmen Blähungen zu unserem Treffen kam, sagte, dass ihre Blähungen komplett verschwunden seien, so sehr habe ihr diese Entspannung schon geholfen!

Zum Schluss bin ich mit Frau Giesen so verblieben, dass wir in Kontakt bleiben, damit die Selbsthilfegruppe einen Entspannungs-Ansprechpartner hat und evtl. bevorstehende Aktivitäten (Tag der Selbsthilfe etc.) miteinander planen kann.

Alles in allem war die Veranstaltung eine gelungene Aktion und ich hoffe, dass   jeder viel Positives für sich mit nach Hause genommen hat. 

gez. Silke Castor


Am 07.08.06 war Frau Weinfurter in unserer Gruppe zu Gast und hat uns die Vorteile und positiven Erfahrungen bezüglich Mutaflor nahe gebracht. 

Nähere Informationen zu Mutaflor finden Sie unter

http://www.mikrokosmos-darm.de/ardeypharm/mutaflor/

Wir danken Frau Weinfurter für den sehr informativen Abend und den Einblick in eine "arzneimittelfreie" Möglichkeit, die Beschwerden beim RDS evtl. zu lindern.


Am 06.11.06 hielt Herr Dr. med. Sebastian Haag, Uniklinik Essen, in unserer Gruppe einen Vortrag über das Reizdarmsyndrom.

Er berichtete von der Ursachenforschung der letzten Jahrzehnte, angefangen 1950 mit der gastrointestinalen (Magen und Darm betreffend) Motilität (Bewegungsvermögen), über viszerale (die Eingeweide betreffend) Überempfindlichkeit, Darm/ZNS(zentrales Nervensystem)-Interaktion (Wechselwirkung), Transmitter (z. B. Serotonin) und in diesem Jahr die Genetik. Die aktuelle Studie ist noch nicht abgeschlossen.  

Bisher sprach man bei der Diagnose RDS von ROM I- und ROM II-Kriterien. Seit Frühjahr 2006 gibt es auch die ROM III-Kriterien.  

RDS ist eine chronische oder chronisch rezidivierende (wiederkehrende) Erkrankung, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht heilbar ist. Bisher wurde noch keine genaue Ursache, die zur Entstehung von RDS führt, gefunden.  

Ca. 2 Mio. Menschen in Deutschland, die mit RDS-Beschwerden zum Arzt gegangen sind, leiden an RDS, aber nur bei 0,5 Mio. Menschen wurde die Diagnose zutreffend gestellt. Die Dunkelziffer der Betroffenen liegt noch sehr viel höher.  

Die Überlegung der Forschung geht dahin, dass RDS-Patienten genetisch veranlagt empfindlicher auf RDS-Beschwerden reagieren. Es ist allerdings noch nicht herausgefunden worden, wer daran erkrankt und wann er erkrankt.  

Die nachweislich wirksamste Therapie ist die Behandlung mit Placebo (Scheinmedikament ohne Wirkstoffe).

Antidepressiva in sehr geringer Dosierung bringen Schmerzlinderung. 

Am Wichtigsten bei der Behandlung von RDS ist das Arzt-Patienten-Verhältnis. Es muss ein Vertrauensverhältnis zwischen beiden bestehen. In vielen Fällen trifft dann die Situation zu, dass der Arzt sagt „diese Behandlung hilft Ihnen“ und sie hilft dem Patienten tatsächlich.  

Herr Dr. med. Haag hat den Vortrag sehr kompetent und verständlich gehalten. Nach ca. 1 Stunde stellte er sich noch für Fragen von Seiten der Betroffenen zur Verfügung.  

Nach insgesamt ca. 1 ½ Stunden verabschiedeten wir uns von ihm. 

Wir bedanken uns sehr herzlich bei ihm, dass er sich Zeit für uns genommen hat und würden ihn in Zukunft sehr gerne wieder in unserer Gruppe begrüßen.  

Mülheim, 06.11.06

gez. Silke Castor

 

 
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