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Die Teestube als eingetragener Verein gründete sich im Jahr 1974. Zu der Zeit hieß der Verein noch „Verein zur Bekämpfung des Drogenmissbrauchs Teestube e.V.“.  Er wollte eine Alternative zur bestehenden Kneipen- und Drogenszene und der aktuellen Drogenproblematik schaffen.  Herr Stabenow als Drogenberater des Gesundheitsamtes des Kreises Steinburg unterstützte die Gründung.

In der Jahnstraße in Itzehoe fand der Verein Räumlichkeiten, die eine offene Begegnungsstätte für jeden als Gegengewicht zur bestehenden Drogenszene ermöglichten. In Eigenarbeit wurde das Gebäude renoviert und instand gehalten.

Vereinsmitglieder betreuten die Räume von donnerstags bis sonntags. Hier waren keine Rausch- und Suchtmittel erlaubt. Angebotene Aktivitäten waren Töpfern, Handarbeiten, ein Super-8-Filmclub, eine Videogruppe und je nach Interesse der Besucher ein ständig wechselndes Filmprogramm.

Regelmäßig fanden ein Tag der offenen Tür und eine Informationsveranstaltung in der Itzehoer Innenstadt statt.

Dank öffentlicher Unterstützung konnten einige Neuanschaffungen gemacht werden und die Arbeit und Einrichtung des Vereins bekam im Laufe der Zeit  trotz vieler Rückschläge (Einbrüche, resignierte Mitarbeiter) langsam Profil. Mitarbeiter des Trägervereins erklärten sich zu ehrenamtlicher Mitarbeit bereit und stellten viel Zeit und Geld in den Dienst der Sache.

So wurde die Teestube ein alkohol- und drogenfreies Begegnungszentrum für Jung und Alt mit einem Alternativangebot zu kommerziellen Freizeiteinrichtungen. Es wurde auf eine gepflegte Atmosphäre geachtet, die nach Auffassung der verantwortlichen Mitarbeiter eine notwendige Voraussetzung für hilfreiche Gespräche und Begegnungen waren und sind.

Im Laufe der Zeit veränderte sich die Arbeit des Vereins. Neben der offenen Arbeit entwickelte sich die Betreuung fester Gruppen. Die Räumlichkeiten wurden Selbsthilfegruppen zur Verfügung gestellt. Nutzerinnen waren z.B. die Anonymen Alkoholiker, Menschen mit psychischen Problemen oder gestörtem Essverhalten, der Patientenclub des Kreisgesundheitsamtes und die Rheumaliga.

Im Jahr 1986 wurde eine offene Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle (abgekürzt: KIBIS) gegründet. Diese wurde aus AB-Mitteln und Landeszuschüssen finanziert.

Nach mehreren Umzügen, zum Sandberg, dann zum Leuenkamp und nun seit 1996 in die Viktoriastr. 14 in Itzehoe, ist der Verein Teestube e.V. mit der KIBIS eine feste Einrichtung in Itzehoe geworden.

Unsere Räumlichkeiten werden zur Zeit regelmäßig von ca. 20 Selbsthilfegruppen genutzt. Weiter werden 80 Selbshilfegruppen im Kreis Steinburg und Itzehoe von KIBIS organisiert und begleitet. Diese Zahlen nehmen wir als Zeichen dafür, dass sich alle bei uns wohlfühlen. Dem Vorstand der Teestube und den Mitarbeiterinnen der KIBIS wird es ein Ansporn sein, die bisherige Arbeit zum Wohle der Hilfesuchenden wie bisher fortzusetzen.

Autor: Teestube Itzehoe e.V.

 
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