Unser 1-jähriges Jubiläum oder "Die Zeit verging wie im Flug"
Besuch einer Ernährungsberaterin im Rahmen des April-Treff-Abends
"Tag der Selbsthilfe" am 24.09.2005 in Itzehoe
Aromatherapie-Vortrag im Rahmen des Oktober-Treff-Abends
Hinweis: Bitte schauen Sie auch in unserFotoalbum-Itzehoe.
Bericht zu unserer Jubiläumsveranstaltung v. 19.02.2005
Das 1-jährige Bestehen unserer Selbsthilfegruppe wollte ich auf keinen Fall ohne Weiteres an uns vorbeiziehen lassen. Als ich die Selbsthilfegruppe am 18.02.2004 ins Leben gerufen habe, gab ich mir minimal ein Jahr, um zu schauen, wie sich die Gruppe entwickelt. Allerdings hätte ich mir zu dem Zeitpunkt in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, zu welcher Leistung wir in der kurzen Zeit im Stande gewesen wären (s. Rückblick)
Gegen 8.30 Uhr haben sich 4 der Gruppenmitglieder nach und nach in den Räumen der Teestube Itzehoe e. V. in Itzehoe eingefunden. Eine Menge Arbeit lag vor uns, wie z. B. das Aufbauen des Frühstücksbüfetts, Bestücken der Informationswand, Installation von Fernseher und Videogerät zur Präsentation eines Films über das Reizdarmsyndrom - und letztlich das Auslegen von vielfältigem Infomaterial. Die Gäste konnten sich bequem an den 4 Stellwänden über folgende Themen "Reizdarm-Biografien", "medizinische Definitionen", "Gruppenveranstaltungen aus dem Jahre 2004", "künftige Aktionen für das Jahr 2005", "Selbsthilfe-Gründungsberichte", "Presseberichte" uvm. informieren.
Kurz nach dem offiziellen Beginn unserer Veranstaltung – um 10.00 Uhr – war einer unserer ersten Gäste ein ortsansässiger Gastroenterologe, der sich eingehend über unsere Gruppe und Selbsthilfeaktivität informierte. Zusammen mit einigem Infomaterial verabschiedete er sich nach einer gewissen Zeit von uns mit den Worten - künftig seinen RDS-Patienten eine Empfehlung für unsere Gruppe auszusprechen -. Über seinen Besuch haben wir uns sehr gefreut, da wir offen sind für eine Zusammenarbeit mit den hiesigen Ärzten. Seinen Besuch werten wir als einen Anfang unseres Bemühens.
Außer der Gruppenmitglieder waren 3 Betroffene bei unserer Veranstaltung zugegen, die ein großes Interesse für unsere nächsten Treffabende signalisierten. Ferner nahmen 4 Gäste, die im engeren Sinn mit der Selbsthilfearbeit zutun haben, an unserer Jubiläums-Feier teil. Einen großen Dank auch für ihr Erscheinen.
Unsere Gäste haben wir verwöhnt mit einem reichhaltigen Büfett, das aus verschiedenen Brot- u. Brötchensorten, verschiedener Auswahl an Aufschnitt und Käsesorten, Sojaprodukten, einer Zucchinisuppe mit Sahne und Sahneersatz, Obst und Gemüse, Knabberein, Tee/Kaffee/Mineralwasser und Säften bestand.
Gegen 13.15 Uhr machten wir uns ans Aufräumen - wobei wir tatkräftig von unseren Partnern unterstützt wurden. Diese Veranstaltung haben wir erschöpft aber glücklich gemeistert. Wir sehen unserem nächsten Jubiläum in 4 Jahren mit Freude entgegen – und zwar unserem 5-jährigen Bestehen -. Wir sind jetzt schon gespannt, was die Zeit uns alles bringt bis dahin.
Einen großen DANK möchten wir zum Schluss allen Beteiligten aussprechen -sie haben zusammen mit uns für einen reibungslosen Ablauf gesorgt -.
Autorin: R. Dieckmann
Wir haben für unser April-Treff-Abend eine Ernährungsberaterin eingeladen. Die angebotene Ernährungsform der Ernährungsberaterin ist für uns als Reiz-darmpatienten nicht dienlich, so dass keine weitere Zusammenarbeit stattfinden wird. Trotzdem möchten wir uns als Gruppe nochmals für die interessanten Ausführungen und das Engagement bedanken.
Autorin: R. Dieckmann, April 2005
Unsere Reizdarmselbsthilfegruppe Itzehoe nahm auch in diesem Jahr an der Veranstaltung „Tag der Selbsthilfe“ Itzehoe im Holstein-Center teil. Für uns war es die 2. Teilnahme an der Veranstaltung.
Zusammen mit 20 Selbsthilfegruppen organisierte Frau Brigitta Diederich-Marx und Frau Hanne Nuijen-Bodenstein von der Selbsthilfekontaktstelle KIBIS (Kontakt, Information, Beratung im Selbsthilfebereich) den
3 unserer 7 Gruppenmitglieder und die Frau eines Mitglieds trafen sich um 09.00 Uhr zum Aufbau im hiesigen Einkaufs-Zentrum. Die Mitglieder ent-schieden sich an einem der Gruppen-Abende für die Aufteilung des Info-Standes wie im letzten Jahr. Dazu haben wir Informationsmaterial ausgelegt zu den Themen:
Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm – Ausschlussdiagnose
Laktose- und Fructoseintoleranz
Entspannungsmethoden
Nahrungsmittel, die den Magen reizen
Vielfältiges Buchmaterial durfte auf dem Infotisch ebenfalls nicht fehlen. Zu dem Themenbereich „Wärme“ haben wir ein Körnerkissen und Teebeutel ausgelegt letzteres zum kostenlosen Mitnehmen. Das Thema „Entspannung“ wurde unterstrichen mit einem Buch zum Autogenen Training und vielfältigen CDs zu dem wichtigen und unterstützenden Bereich im Umgang mit dem Reizdarm. Erste Fragen wurden anhand eines Plakats „Was ist überhaupt ein Reizdarmsyndrom?" beantwortet. Auch die typischen Symptome eines Reizdarms wurden mit Hilfe eines Plakats dargestellt.
Um 10.00 Uhr war die offizielle Eröffnung der Veranstaltung und wir haben im Laufe der 4 Stunden vielfältige Auskünfte zu unserem Krankheitsbild uvm. an Betroffene oder Angehörige von Betroffenen weiter gegeben. So war z. B. eine junge Frau bei uns am Stand, um sich Info-Material mitzunehmen für einen Bekannten mit Laktoseintoleranz. Eine andere Betroffene berichtete, das sie nicht versteht, warum sie jetzt unter den Symptomen des Reizdarms leidet, wo sie doch Rentnerin ist und die nötige Ruhe habe. Durch den Besuch von ca. 20 Veranstaltungsteilnehmer/innen wurde unser Einsatz belohnt.
Einstimmig stellten wir fest, das die diesjährige Veranstaltung von den Initiatoren noch professioneller gestaltet wurde. So wurde z. B. die Arbeit der KIBIS anhand eines Infostandes dokumentiert. Auch eine große eindrucksvolle Präsentationswand war zu sehen mit der Überschrift „Weitere Selbsthilfekontaktstellen in Schl.-Holst.“. Anhand eines Presse-Interviews mit dem Vorsitzenden des „Teestuben-Vereins“, Herrn Günther Bolls, und der KIBIS wiesen die genannten Personen auf die prekäre finanzielle Lage des Vereins hin, und dass es in diesem Jahr zu einem Engpass kam.
Um ca. 14.00 Uhr neigte sich der „Tag der Selbsthilfe 2005“ dem Ende, und wir räumten mit vereinten Kräften unseren Infostand wieder zusammen. Zum Abschluss und zur Entspannung haben wir noch einen Tee im benachbarten Cafe zu uns genommen, um die Veranstaltung Revue passieren zu lassen.
Wir waren mit unserer Teilnahme an der Veranstaltung sehr zufrieden und freuen uns auf den nächsten „Tag der Selbsthilfe“ im Jahr 2006.
Autorin: R. Dieckmann, September 2005
Die Aromatherapie fand ihren Ursprung in Form von Inhalationen, Einnahmen und Massagen in Frankreich im Jahre 1930. Die heutige Aromatherapie kenn-zeichnet sich durch Duftlampen, Duftsteine, individuelle Bäder, Massageöle sowie fertige Aromatherapieprodukte, wie z. B. Teebaumöl oder Badezu-sätze. Auch in Krankenhäusern findet sie ihre Anwendung. Traditionell werden Anwendungen durchgeführt wie z. B. Hustenbalsam, Inhalationen und Salben. Selbst in der Tiermedizin hat die Aromatherapie ihren Platz.
Es sind Duftstoffe von Pflanzen, die sie vor Tierfraß (Kühe, Pferde) schützen und vor Hitze/Kälte (die intensive ätherische Ölschutzschicht filtert die Sonnenstrahlen und schützt vor Austrocknung). Überdies ziehen sie Insekten an zur Befruchtung und schützen vor Schädlingen. In der Lebensmittelindustrie gelten sie auch als Konservierungsstoff.
Der Mensch besitzt 30 Mio. Riechsinneszellen. Diese leiten die Duftinfor-mation an das Limbische System (Teil des Gehirns, das Strukturen an der Hirnbasis umfasst –limbus: griech.: Saum) weiter. Der Geruchseindruck wird in einen Nervenimpuls verwandelt. So regt z. B. Grapefruitöl die Produktion von schmerzstillenden Enzephalinen an, die auch Wohlgefühl und Euphorie vermitteln. Rosmarin gibt der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) das Signal, dass die Nebennierenrinde mehr Nordrenalin (chemischer Botenstoff-Neurotransmitter) ausschüttet. Es macht aktiv, munter und ist blutdruck-steigernd. Auf Lavendel antwortet der Körper mit einer verstärkten Produktion des beruhigenden Serotonins (das Amin Serotonin kommt als Hormon in der Gehirnregion vor).
Ätherische Öle werden in Basisöle eingearbeitet. Je nach Wärme und Durchblutung der Haut gelangt es innerhalb von wenigen Minuten, spätestens 20 Minuten, in den Organismus. Je nach Öl sind diese nach etwa 90 Min. verstoffwechselt. Z. B. befindet sich hinter den Ohren der Kopfschmerzpunkt. Es genügen einige Tropfen zur Linderung der Beschwerden.
Der Leitspruch lautet – Weniger ist mehr ! Es gibt noch nachstehende Vorgaben:
Vorgabe / Je
Maßnahme / desto
Vorgabe / Je
Maßnahme / desto
jünger der Mensch
sparsamer
leichter der Mensch
weniger
sensibler der Mensch
geringer
älter der Mensch
häufiger
größer die Schmerzen
mehr
Ja – dabei ist auf die Volldeklaration (Kennzeichnung) auf dem Etikett zu achten. Wichtig sind folgende Angaben wie:
botanischer Name, Ursprungsland der verwendeten Pflanze, verwendeter Pflanzenteil, Gewinnungsverfahren und Chargennummer.
Beispielsweise anhand einer Duftlampe, Duftstein, Vlies, Brunnen, Aroma-stream oder z. B. Taomaus (Raumbeduftungsgerät). Der Duftstein und das Vlies ist praktisch, sicher und einfach in der Anwendung in Räumlichkeiten wie z. B. Büro, Bad, Kinderzimmer, Altenpflege oder im Hotel, da sie ohne eine Feuerstelle auskommen. Eine Möglichkeit zur Inhalation für zwischen-durch besteht durch das Beträufeln eines Taschentuchs.
Um die Verträglichkeit eines Öls als Badezusatz zu testen, empfiehlt sich ein Armbeugetest. Dazu löst man 1 – 2 Tropfen eines Öls in ½ Teelöffel fettem Öl auf und verreibt es in der Armbeuge. Allerdings sind Mischungen sicherer!
3 Wochen lang morgens und abends insgesamt 1 TL der Mischung auf betroffene Stellen, oder dem Solarplexus (Plexus solaris – latein. Sonnen-geflecht) und/oder in die Fußsohlen einmassieren. Bei psychischen Problemen in Hals und Nacken einmassieren. Die Einreibung kann noch intensiviert werden durch eine Massage der Shiatsu-Punkte (Akupressur).
Vorweg ein allgemeiner Hinweis. Gerade bei Basisölen sollte man auf seriöse Öl-Hersteller achten. Das Institut für angewandte Aromatherapie weist darauf hin, dass nur Basisöle, die über DAB Qualität liegen und rückstands-geprüft sind, für die Aromatherapie geeignet sind. Als Basisöl bei Magen-/Darmbeschwerden wäre beispielsweise das Johanniskrautöl zu nennen.
Zur Aromatherapie wäre noch zu erwähnen, das Medikamente (Medacalm – auf der Basis von Pfefferminzöl) und Teesorten wie z. B. Anis-Fenchel-Kümmel ebenfalls in den Bereich „Aromatherapie“ fällt. Auch kann ein Rezept für Zitrusplätzchen, das mit Orangenöl angemacht ist, Aromatherapie bedeuten.
„Duftführer“ von Beate Rieder und Fred Wollner, broschiert
Die pharmazeutisch-technische Assistentin, Frau Anke Engel, von der AlbertSchweitzer-Apotheke in Itzehoe hat am 12.10.05 einen 2-stündigen Vortrag zur Aromatherapie gehalten. Seit 2 Jahren befasst sie sich mit dem Thema und darf sich - aufgrund der Ausbildung - als Aroma-Therapeutin bezeichnen.
Es war ein sehr informativer und spannender Vortrag, und wir haben viele Anregungen mit nach Hause nehmen können. Viele Duftöle, die hilfreich sind z. B. bei Magen- und Darmkrämpfen, Magenverstimmung, Blähungen, Koliken, Meteorismus (Blähsucht), Durchfall, Verstopfung und vieles mehr, haben wir kennengelernt. Sie stellt auch individuelle Rezepte zusammen nach Angaben der jeweiligen Beschwerden. Es ist erstaunlich wie umfassend das Thema "Aromatherapie beim Reizdarm" ist und wir möchten uns bei Frau Engel für Ihr Engagement sehr herzlich bedanken.